Schulprogramm der
Fridtjof-Nansen-Schule / Swatten Weg

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1. Präambel

2. Schule im Stadtteil Lurup

2.1 Schulausstattung

2.2 Rahmenbedingungen


3. Unterricht und Integrative Erziehung

3.1 Vorschule

3.2 Hort

3.3 Gestaltung des Schultages

3.4 Pädagogische Maßnahmen

3.5 Leistungsbeurteilung

3.6 Koordination

3.7 Wahlpflichtangebote

3.8 Zusätzliche Angebote

3.9 Förderung und Integration

4. Schulleben

4.1 Mithilfe der Eltern

4.2 Schülermitwirkung

4.3 Pausenaktivitäten

4.4 Feste und Veranstaltungen

4.5 Ausflüge und Schulfahrten

5. Schulorganisation

5.1 Einschulung der neuen Erstklässler

5.2 Unterrichtsvertretung

5.3 Zusammenarbeit mit den Eltern

6. Programmschwerpunkt

6.1 Förderpläne

6.2 Erstellung der Förderpläne

6.3 Evaluation der Fördermaßnahmen

7. Abschließende Anmerkungen

1. Präambel
Nach Aussage des Bundesbildungsministeriums und der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung ist die gemeinsame Erziehung und Ausbildung behinderter und nichtbehinderter Kinder ein wichtiger Beitrag zu einem vorurteilsfreien, offenen und verständnisvollen Umgang miteinander. Diese Erkenntnis führte auch in unserem Kollegium bereits zu Beginn der achtziger Jahre zu einer pädagogischen Neuorientierung. Seit dem Sommer 1984 wurden bei uns Integrationsklassen eingeschult. Im täglichen Unterricht ergab sich die Notwendigkeit zur konsequenten Individualisierung der Lern- und Entwicklungsanregungen - eine Veränderung, von der alle Schüler der I-Klassen profitierten.
Die Erkenntnis, dass heterogen zusammengesetzte Lerngruppen Schule und Unterricht positiv veränderten und für alle Beteiligten eine Bereicherung bedeuteten, führte auch in der Elternschaft zu einer breiten Akzeptanz des Integrationsgedankens. Folgerichtig nimmt die Fridtjof-Nansen-Schule seit dem Schuljahr 1991/92 auf Antrag des Kollegiums und der Schulkonferenz am Schulversuch "Integrative Grundschule" teil. Unser Bestreben ist es, nicht nur einzelnen Schülern mit einer durch ein Gutachten festgestellten Behinderung bessere Lernbedingungen zu bieten. Möglichst alle Schüler aus unserem Schuleinzugsbereich, also auch solche mit erhöhtem sonderpädagogischen Förderbedarf im Bereich des Lernens, der Sprache oder des Verhaltens sollen die Chance erhalten, wohnortnah in ihrer zuständigen Regelschule beschult zu werden. So wie sich das Kind in bestimmtem Umfange den Bedingungen und Erfordernissen der Schule anpassen muss, müssen wir uns in der Schule und im Unterricht gegenüber der Individualität der Schüler öffnen.

 

2. Schule im Stadtteil Lurup

2.1 Schulausstattung
Im Schuljahr 2010/2011 beträgt die Anzahl der Schüler 548 und es wird sechs- bis siebenzügig unterrichtet. Damit ist die Fridtjof-Nansen-Schule die größte Grundschule in Hamburg. Die Schule ist in zwei Standorte gegliedert. Sowohl der Standort „Fahrenort“, als auch der Standort „Swatten Weg“ verfügen über ein großes Schulgelände. Folgende Räumlichkeiten stehen zur Verfügung: 

Fahrenort: 17 Klassenräume, 3 Differenzierungsräume, 1 Sachunterrichtsraum, 1 Musikraum, 1 PC Raum, 1 Jekiraum, 1 Pausenhalle, 1 Küche, 1 Holz- Kunstwerkstatt, 1 Sinusraum, 1 Schülerbücherei, 2 Räume nutzt der Hort, 1 Turnhalle

Swatten Weg: Klassenräume für 10 Klassen, 3 Differentzierungsräume (davon einer am Nachmittag als Hortraum),  1 Musikraum, 1 Medienzentrum (PC Raum und Bücherei in einem), 1 Jekiraum, 1 Pausenhalle, 1 Küche, 1 Holz- Kunstwerkstatt, 1 Sinusraum, 1 Aula, 1 Turnhalle, 1 Lehrschwimmbecken

An der Fridtjof-Nansen-Schule sind PädagogInnen aus unterschiedlichen Berufsgruppen tätig. Die Vorschulklassen werden von Sozialpädagoginnen geleitet. Die Integrationsklassen arbeiten im 3-Pädagogensystem. Die Schülergrundstunden werden von GrundschulpädagogInnen erteilt (Klassenlehrerinnen und gegebenenfalls FachlehrerInnen). Zusätzlich stehen in den I-Klassen 2½ Sonderschullehrerstunden pro behindertem Kind zur Verfügung. Darüber hinaus arbeitet in der Klasse eine Erzieherin (mit einer ¾-Stelle).

In den IR-Klassen wird im 2-Pädagogensystem gearbeitet. Auch hier werden die Grundstunden von GrundschullehrerInnen erteilt. Zusätzlich erhalten die Klassen 10 Stunden. Diese Doppelbesetzung, die in erster Linie Kindern mit erhöhtem Förderbedarf zugute kommen soll, wird in der Regel von SonderschullehrerInnen, teilweise auch von GrundschullehrerInnen oder ErzieherInnen wahrgenommen. Außerdem erhalten SchülerInnen mit Sprachproblemen Sprachförderung.

Die Schulleitung und die Sekretärin sind für beide Standorte zuständig, d.h. die Sekretärin arbeitet zwei Tage pro Woche am Swatten Weg und drei Tage am Fahrenort. An jedem Standort ist ein Hausmeister tätig.


2.2 Rahmenbedingungen

Sozialstruktur
Lurup gilt als sozialer Brennpunkt. In unserem Stadtteil gibt es einige weniger belastete Wohngebiete mit Einzel- oder Reihenhausbebauung und überwiegend stark belastete Gebiete, die zum großen Teil zum Einzugsgebiet der Fridtjof-Nansen-Schule gehören. Nach Erkenntnissen der sozialen Dienste konzentrieren sich besonders in diesen Gebieten die sozialen Probleme aufgrund mangelnder sozialer Infrastruktur, Arbeitslosigkeit, des hohen Anteils von Hartz-IV Empfängern, überproportionalem Anteil Alleinerziehender und der Gewalt- und Suchtproblematik.

Diese Brennpunkteinschätzung wird durch die Zuordnung zu KESS 1,2 - entsprechend der Lernstandserhebung aller Viertklässler in Hamburg - deutlich, hiermit verbunden ist die Reduzierung der Klassenfrequenz. Sie beträgt in der Regel 19.

Infrastruktur
Der Anteil der Spielflächen an der Luruper Gesamtfläche beträgt 1,11%, derjenige der öffentlichen Parks 1,15%. Beide Werte liegen im Vergleich zu anderen Hamburger Stadtteilen deutlich unter dem Schnitt und zeigen die mangelnden Bewegungsmöglichkeiten für unsere Schüler.

Die hohe Anzahl der nachfolgend aufgeführten Kinderbetreuungseinrichtungen sind auch ein Indikator für die soziale Lage des Stadtteils:

·         4 Kindertagesheime der Vereinigung

·         4 Kindergärten der Kirchengemeinden

·         4 Kindergärten anderer Träger

·         2 Schulhorte

·         2 Pädagogische Mittagstische


Am Nachmittag stehen den Luruper Kindern zur Verfügung:

·         Stadtteilhaus

·         ein Spielhaus

 In den Kirchengemeinden, den Schulen Franzosenkoppel und Fridtjof-Nansen sowie dem SV Lurup gibt es im näheren Umfeld weitere Freizeitangebote, die aber bei weitem nicht ausreichen, um dem enger werdenden Lebensraum etwas entgegen setzen zu können.

3. Unterricht und integrative Erziehung

3.1 Vorschule
Wenn die personellen Voraussetzungen es erlauben, soll die Vorschule in das integrative Konzept mit einbezogen werden (z.B. Sonderschullehrerstunden zur Diagnostik oder zusätzliche Stunden einer Erzieherin in die Vorschule).

3.2 Hort in der Schule
Seit 1994 gibt es am Standort Fahrenort einen Hort, seit 2009 auch am Standort Swatten Weg. Der Hort ist eine Einrichtung auf dem Schulgelände, in der Kinder  -auch aus sozial schwachen Familien- vor und nach der Schule betreut werden. Der Träger dieser Einrichtung ist der Hamburger Schulverein e.V.

Die entsprechenden Räumlichkeiten wurden dem Verein von der Schulbehörde zur Verfügung gestellt. Zur Zeit ist der Hort von 6.00 Uhr bis 8.00 Uhr und von 13.00 Uhr - 18.00 Uhr geöffnet.

Am Swatten Weg gibt es außerdem ein Kindertagesheim und die Kinderstube Veermoor, der ebenfalls Kinder von den Sozialen Diensten zugewiesen werden.


3.3 Gestaltung des Schultages
Der morgendliche Unterricht beginnt für die Schüler unserer Schule in den einzelnen Klassen unterschiedlich. Wir führen eine für alle Schüler der Klassen 1  offene Eingangsphase von 8.00 Uhr bis 8.18 Uhr durch. Die FachlehrerInnen werden in diese Phase mit einbezogen. Diese Zeit kann unter anderem genutzt werden für Gespräche, Spiele, Erledigungen der Klassenämter, Lesen und frei gewählte Beschäftigungen.

 Das tägliche gemeinsame Frühstück ist fester Bestandteil des Tagesablaufs in allen Klassen. Es findet nach Absprache der TeamkollegInnen in den Klassen je nach Unterrichtsinhalten im Laufe des 1. Unterrichtsblocks statt.

Die Verlässlichkeit der Schule ist täglich von 8 Uhr bis 13 Uhr gewährleistet.

Die Vermittlung vieler überfachlicher Kompetenzen erfolgt nicht nur im Fachunterricht, sondern auch in Aktivitäten wie: Morgenkreis, Klassenrat, Konzentra-tions,- Stille- und Entspannungsübungen, musischen Aktivitäten, gemeinsamen Spielen, Lesen, Bewegungszeiten oder auch Übungsphasen in einzelnen Lernbereichen, dienen der Rhythmisierung des Tagesablaufes.


3.4 Pädagogische Maßnahmen
Die Teams sollen möglichst klein gehalten werden. Alle PädagogInnen sollten mehrere Jahre hintereinander in einer Klasse unterrichten. SonderpädagogInnen, GrundschullehrerInnen oder ErzieherInnen mit entsprechenden Qualifikationen können klassenübergreifende Angebote offerieren (Wahlpflichtstunden, Lernkarussel, Mathezirkel, KinderKunstKlub).

 Die heterogene Zusammensetzung unserer Schülerschaft und die damit verbundene Entscheidung zu integrativem Unterricht verlangt von den PädagogInnen eine Vielfalt der Unterrichtsmethoden.

 In allen Klassen wird zunehmend binnen- und zieldifferenziert gearbeitet, wobei sich phasenweise Frontalunterricht, geöffneter Unterricht, Werkstattunterricht, Projektunterricht u.v.a. abwechseln. In allen Klassen wird zunehmend binnen- und zieldifferenziert gearbeitet, wobei Werkstattunterricht, Projektunterricht u.v.a. abwechseln.

In allen Klassen wird zunehmend binnen- und zieldifferenziert gearbeitet, wobei Werkstattunterricht, Projektunterricht u.v.a. abwechseln.

·  Unsere Priorität liegt im gemeinsamen Klassenunterricht.

·  Die heterogene Schülerschaft erfordert Binnendifferenzierung durch zieldifferentes Lernen und 
   Individualisierung des Unterrichts.

·  Äußere Differenzierungsmaßnahmen sollen in kurzen Abständen auf ihre

   Richtigkeit überprüft werden, maßgeblich sind die Bedürfnisse der betroffenen

   Kinder.

·  Klassenübergreifende Förderangebote werden zur besseren Ausschöpfung der

   Lehrerstunden erteilt, ebenso Forderangebote für leistungsstarke Schüler.

Hierzu zählen z.B. das konzeptionelle Arbeiten im SINUS-Raum, die Teilnahme am JeKi-Projekt oder auch das psychomotorische Schwimmen und Turnen, sowie der Kinder-Kunst-Klub.

Um die Qualität des Mathematikunterrichtes an unserer Schule weiterzuentwickeln arbeiten wir seit Sommer 2007 am bundesweiten SINUS-Transfer Projekt mit.  Im Rahmen der zweijährigen Teilnahme am SINUS-Projekt ist an beiden Standorten eine Mathematik-Werkstatt neu eingerichtet bzw. umgestaltet worden, in der sich die Schülerinnen und Schüler auf vielfältige Weise mit der Mathematik auseinandersetzen können. Seit Sommer 2009 nehmen wir an dem Anschlussprojekt „SINUS an Primarschulen teil, das auf 4 Jahre angelegt ist.

Außerdem ist uns die musikalische Bildung unserer Schülerinnen und Schüler sehr wichtig. Deshalb nehmen wir seit Sommer 2009 am JeKi-Projekt teil. Dazu wurden an beiden Standorten durch die Hausmeister Nebenräume so umgestaltet, dass zwei „JeKi-Räume“ entstanden sind. Alle unsere Zweitklässler lernen ein Instrument.

Die Teilnahme am Projekt „alles>>Könner“ war 2008 für uns ein wichtiger Schritt, um eine Lernkultur zu entwickeln, die durch Kompetenzorientierung, Förderung individueller Lernprozesse, kooperative Lernformen und lernförderliche Rückmeldesysteme gekennzeichnet ist.

3.5 Leistungsbeurteilung
Seit 1996 (Beschluss der Schulkonferenz) werden während der gesamten Grundschulzeit an unserer Schule Berichtzeugnisse erteilt.
Dies ist eine logische Konsequenz der integrativen Beschulung und des individualisierten Unterrichts. Klasse 1 bis 3 erhält ein Jahreszeugnis, Ende des ersten Halbjahres finden verbindliche Elterngespräche statt. Im vierten Schuljahr erhalten die Schüler Halbjahreszeugnisse zusammen mit der Grundschulempfehlung für die weiterführenden Schulen. Ein Beratungsangebot in Verbindung mit der Zeugnisausgabe besteht.

3.6 Koordination
In den I- und IR-Klassen hat die Koordination einen hohen Stellenwert, an der alle in der Klasse tätigen PädagogInnen  teilnehmen. Neben den wöchentlichen verbindlichen Klassenkoordinationen finden regelmäßig Stufenkoordinationen statt, bei Bedarf auch standortübergreifend.


3.7 Wahlpflichtangebote
Dieser Unterricht findet klassenübergreifend statt. Der Bereich "musische Erziehung" kann auf eine Doppelstunde ausgeweitet werden. Im Rotationsprinzip nehmen die Kinder innerhalb eines Schuljahres an zwei oder drei Wahlpflichtangeboten teil, die z.B. Rhythmik, Instrumentalspiel, Theater, Bewegung, Kunst und/oder Werken, aber auch Computerkurse beinhalten. Die behinderten Kinder aus den Integrationsklassen bleiben gegebenenfalls zusammen mit ihrer pädagogischen Begleiterin in einer Gruppe, falls sie auf ihre Unterstützung angewiesen sind. Die Begleiterin ist für die inhaltliche Gestaltung und Organisation mitverantwortlich.

3.8 Zusätzliche Angebote

Über die Stundentafel hinaus werden folgende Angebote erteilt:

·  Am Vormittag: Chor / Flöten / Pausenspiele / KinderKunstKlub / Türkisch /

                           Öffnung des Sinusraums / JeKI(Jedem Kind ein Instrument) /
                           Knobelunterricht

·  Am Nachmittag: Psychomotorik / psychomotorisches Schwimmen / KKK /

                             Lesementoren / Mathezirkel / Basketball / Türkisch
 
3.9 Förderung und Integration
Wir sind an unserer Schule bestrebt, die Förderung innerhalb des Klassenverbandes umzusetzen.

Uns ist wichtig, jedem Schüler die seinen Möglichkeiten entsprechenden optimalen Lernchancen anzubieten und für eine angenehme, den einzelnen Schüler entlastende Lernatmosphäre zu sorgen.

 Darüber hinaus findet im Anschluss an den Unterricht Förderunterricht für einzelne SchülerInnen und Kleingruppen statt. Einzelne Kolleginnen fördern auch vor dem eigentlichen Unterrichtsbeginn ab 7.30 Uhr.

 4. Schulleben


4.1 Mithilfe der Eltern
Unser Schulleben wird durch die aktive Mithilfe der Eltern unserer Schule sehr  unterstützt, z.B. beim Aufbau und der Betreuung der Schülerbücherei, beim Sport- und Schwimmunterricht, als Begleitung bei Ausflügen oder tatkräftige Unterstützung bei Veranstaltungen und Festen (wie Laternenfest, Sponsorenlauf, Bazare, Einschulungsveranstaltungen, Sport und Spielefeste …).

Besonders aktiv ist der Elternrat, der in Zusammenarbeit mit KollegInnen und Schulleitung viel für ein gutes Gelingen von Schule beiträgt. So wurde der Verein LuFisch gegründet, um das Lehrschwimmbecken zu erhalten, damit unsere Schüler durchgehend vom Schulbeginn an regelmäßig Schwimmunterricht erhalten. 


4.2 Schülermitwirkung

An unserer Schule gibt es unterschiedliche Formen der Schülermitwirkung wie:

·         Klassensprecher und Klassenämter

·         Klassenrat

·         Schülerparlament und Schülervollversammlung

·         Patenschaften der Klasse 4 für Klasse 1

·         Spielgeräteausgabe

·         Säuberung des Schulgeländes

Mitwirkung bedeutet auch, die Gemeinschaft aller Schüler zu fördern, indem Vorhaben klassenübergreifend durchgeführt werden.

4.3 Pausenaktivitäten
Um das Zusammenleben während der Pausen zu regeln, wurde unter Beteiligung der Kinder eine Pausenordnung erarbeitet. Während der Pausen haben die Kinder neben dem freien Spiel verschiedene Beschäftigungsmöglichkeiten.

In der Pausenhalle:

·  Tischspiele

·  Malen

·  Lesen

·  Basteln in Ruhezonen

.  Knobelaufgaben

Auf dem Schulhof:

·  Pausenspielgeräte

·  Fußballspiele

·  Sandspielplatz

·  Tischtennisplatten

.  Im Sommer Sportplatzöffnung für Klasse 3 und 4

Das vorhandene Pausenspielangebot wird noch erweitert durch die Öffnung der Schülerbücherei und des Sinusraums.

4.4 Feste und Veranstaltungen
Im Laufe eines Schuljahres werden sowohl klasseninterne als auch klassenübergreifende Feste gefeiert wie:

·  Laternenfest

·  Fasching

·  Weihnachtsfeiern der Klassen

·  Sommer- oder Sport- und Spielfest


Darüber hinaus finden Veranstaltungen statt wie:

·  Projektwochen

·  Basare zu Ostern oder zu Weihnachten

·  Theater- und Choraufführungen

.  Opernaufführungen des Konservatoriums

.  Sponsorenlauf

.  Teilnahme an Wettbewerben: Schreib- und Lesewettbewerbe, Känguru, Mathe-

   olympiade, Hamburger Schwimmmeisterschaften, Triathlon, Zehntellauf u.a.

.  Teilnahme an Wettbewerben: Schreib- und Lesewettbewerbe, Känguru, Mathe-

   olympiade, Hamburger Schwimmmeisterschaften, Triathlon, Zehntellauf u.a.

4.5 Ausflüge und Schulfahrten
Zu den Höhepunkten des Schullebens gehören die Ausflüge und Schulfahrten. Es werden Schulfahrten mit und ohne Übernachtung durchgeführt. Bei den Ausflügen werden das ZSU, die Bücherhallen, das KLIK Museum, HVV, Waldspieltage, NABU und der museumspädagogische Dienst in Anspruch genommen.

5. Schulorganisation

5.1 Zukünftige 1. Klassen
Die einzuschulenden Erstklässler werden in Gruppen an je einem Nachmittag von verschiedenen PädagogInnen auf ihren Entwicklungsstand hin beobachtet. Parallel werden Elterngespräche geführt. Diese Informationen werden zusammengetragen und helfen uns bei einer sinnvollen Klassenzusammensetzung der Schulanfänger.

5.2 Vertretung in der Schule
Vertretungsunterricht führt häufig zu Qualitätsverlust und unterläuft das I- und IR-Modell. Um diese Auswirkungen abzufedern, steht in den Klassen aktuelles Unterrichtsmaterial für den Vertretungsfall zur Verfügung und erfolgt möglichst durch eine Pädagogin aus dem Klassenteam.

Danach gilt folgende Reihenfolge:

1. Die Vertretungsreserve wird ausgeschöpft.

2. Die Teilungsstunden der Klasse werden aufgelöst.

3. Die IR-Stunden werden aufgelöst. Als Ausgleich für die fehlenden  Förderstun-

    den werden die betroffenen Klassen aus dem Vertretungspool versorgt.

 4. Für Extremfälle, die gleichzeitige Vertretung in mehreren Klassen notwendig

    machen sollten, auch bei Elternsprechtagen und pädagogischen Jahreskonfe-

    renzen, sind auf dem ersten Elternabend mit den Eltern für ihr Kind und evtl.

    auch für Mitschüler Lösungen für eine außerschulische Betreuung festzulegen.

5. In den I-Klassen wird auch im Vertretungsfall eine Doppelbesetzung 

    angestrebt.

Bei langfristigen Erkrankungen werden Vertretungslehrer aus dem dafür vorgesehenen Budget eingestellt.

5.3 Zusammenarbeit mit den Eltern
Der Elternrat tagt monatlich und legt gemeinsam mit der Schulleitung die Themen der Sitzungen fest. Dabei ist die Einbeziehung der Eltern in die Planung des Schullebens Teil unserer Schulkultur. Offenheit und Transparenz sind jedem Klassenlehrerteam selbstverständlich im Umgang mit den Eltern - haben doch Eltern und LehrerInnen das gleiche Ziel: Das Beste für jedes einzelne Kind!

 5.4 Strukturierung des Unterrichtstages

Struktur des Stundenplans

8.00 Uhr
     1. Kl.          offene Eingangsphase /       2. - 4. Kl.    Englisch möglich

18 min

8.18 Uhr
     1. Block mit integrierter Frühstückspause

90 min
+7 min

9.55 Uhr
     Spielpause

25 min

10.20 Uhr
     2. Block mit integrierter Pause

90 min
+5 min

11.55 Uhr
     Spielpause

20 min

12.15 Uhr
     3. Block     

45 min

13.00 Uhr       Schulschluss

 

 Im Anschluss an den Schulvormittag finden Förderunterricht, additive Sprachförderung und Türkischunterricht, Mathe-zirkel, KKK und psychomotorisches Schwimmen und Turnen statt. Einmal nachmittags wird logopädischer Einzel-Unterricht angeboten. Außerdem wird einen Vormittag lang durch eine externe Lerntherapeutin ein Angebot gestaltet. Zweimal am Vormittag wird Deutsch für ausländische Eltern angeboten.

6. Programmschwerpunkt
Unser Leitziel ist das Integrationsprinzip. Diesem Integrationsprinzip folgend liegt der Schwerpunkt auf innerer Differenzierung:

·  um die Klassengemeinschaft zu fördern und zu erhalten

·  um zu verhindern, dass langfristig gemeinsamer Unterricht in bestimmten

   Leistungsfächern nicht mehr möglich ist.

·  um sowohl besonders starken, als auch schwachen Schülern individueller
   gerecht werden zu können.

Um innere Differenzierung zu ermöglichen, werden - als Erweiterung des herkömmlichen Unterrichts - folgende Unterrichtsformen angeboten:

·  Werkstattunterricht

·  Projektunterricht

·  Wochenplan

·  Freiarbeit

Formen äußerer Differenzierung sollten einsetzen, wenn bei innerer Differenzierung größere Probleme deutlich werden. Mögliche Formen sind:

·  kurzfristige Einzelförderung, um Gruppenfähigkeit herzustellen

·  Kleingruppen zum Auffangen von Lerndefiziten (möglichst kurzfristig, auf jeden
   Fall zeitlich begrenzt)

·  leistungsdifferenzierte Arbeitsgruppen

·  klassenübergreifende Lerngruppen (z.B. Lern- Karussell)

·  jahrgangsübergreifende Lerngruppen (z.B. Mathezirkel)

6.1 Förderpläne
Im  Laufe des Schuljahres  finden ausführliche Untersuchungen zur Lernausgangslage aller Erstklässler statt. In zeitlich vorgegebenen Abständen werden die mathematischen und schriftsprachlichen Kompetenzen der Erstklässler überprüft. Die Ergebnisse dieser Testungen sind die Grundlage der Zuweisung von Ressourcen zu den einzelnen Klassen. Durch die gute Strukturierung der Beobachtung erhalten wir deutliche Hinweise auf Stärken und Schwächen jedes einzelnen Kindes, ebenso auf einen vorhandenen oder zu erwartenden Förderbedarf bei einzelnen Schülern. Da Förderbedarfe sich nicht nur auf den Erwerb der Kulturtechniken beziehen, wird an der Fridtjof-Nansen-Schule derzeit parallel zur Entwicklung der Kompetenzraster an einem diagnostischen Leitfaden gearbeitet. Wenn Schüler in einzelnen Lernbereichen oder Unterrichtsfächern den curricular vorgegebenen und den daran orientierten, unterrichtlichen Lernanforderungen bei weitem nicht entsprechen können und somit die auch bei innerer und äußerer Differenzierung realisierbaren Lernwege nicht zielgleich nutzen können, dann sollte das alternative unterrichtliche Angebot, das heißt die sonderpädagogische Förderung, konzeptionell dokumentiert werden. Eine solche Dokumentation ist ein spezieller Förderplan.

Dieser Förderplan benennt die zentralen Förderbereiche eines Kindes. Sie können sowohl fachbezogener als auch fachübergreifender Art sein. Zum einen sollten in einem solchen Förderplan erhebliche Abweichungen von den Anforderungen des Regelschulplanes kenntlich gemacht werden, zum anderen werden jene Bereiche aufgezeigt, in denen lehrplanmäßige Unterrichtung  - mit oder ohne zusätzliche Hilfen -  als möglich eingeschätzt wird. Abweichungen von den Anforderungen des Regelschulplanes können sich im Unterricht zeigen:

·  in schulischen Lernbereichen

·  im Lern- und Arbeitsverhalten

·  im sozialen und emotionalen Verhalten

·  in der Motorik

·  in der Wahrnehmung

·  im sprachlichen Bereich

·  im kognitiven Bereich

6.2 Erstellung der Förderpläne

Ø   Ausgangslage feststellen
durch Beobachtung und Beschreibung der Schwierigkeiten sowie der Stärken und Fähigkeiten des Kindes mit Hilfe von speziellen Beobachtungsbögen

Ø   Fachliche und überfachliche Kompetenzen, die sich der Schüler / die Schülerin durch die Förderung aneignen soll:

·        Kompetenz im Fach Deutsch

·        Kompetenz im Fach Mathematik

·        Kompetenz in anderen Fächern

·        Kompetenzen bezüglich des Arbeits- und Sozialverhaltens

·        Steigerung des Selbstwertgefühls

Ø   Ausgewählte Förderungsmethoden und -materialien, die durch verbindliche Absprachen im Team festgelegt werden

Ø   Terminplanung

·         Ort, Zeit, Frequenz und voraussichtliche Dauer der Förderung werden im Team festgelegt.

Ø   Aufgabenverteilung

·        Es muss festgelegt werden, wer welche Förderanteile übernimmt (KlassenlehrerIn, SonderschullehrerIn, Erzieherin, Beratungslehrerin, Sozialpädagoge/in oder auch andere Dienste).

·        Zur Durchführung des Förderplanes ist das Team verpflichtet. Für die Einhaltung und Koordination des Plans ist ein Teammitglied verantwortlich und wird namentlich benannt.

Ø   Methoden und Materialien, mit denen die schulischen Leistungen der SchülerInnen in unterschiedlichen Fächern gesteigert werden können.

·        z.B. PLUS, Kieler Lese- und Rechenaufbau, Dyskalkulie - Programme, Sprachförderung, Sprachtherapie,  Wahrnehmungsförderung, Lerntherapie ….

Ø   Methoden und Materialien, mit denen das Arbeits- und Sozialverhalten der SchülerInnen optimiert werden sollen

Ø   Maßnahmen, mit denen die Stärken der SchülerInnen gefördert werden sollen

·        z.B. Psychomotorik, Rhythmik, Konzentrationsförderprogramme, verhaltenstherapeutische Programme, Wahlpflichtunterricht

Ø   Einbeziehung des häuslichen und des außerschulischen Umfeldes

Ø   Veränderungen, die im häuslichen Umfeld der SchülerInnen herbeigeführt werden können; Möglichkeiten, Eltern als Kooperationspartner zu gewinnen

Ø   Möglichkeiten, Unterstützung und Entlastung für die Familie zu organisieren

·      durch intensive Elternberatung durch das Team, gegebenenfalls auch durch die Beratungslehrerin

·      durch Kontakte seitens des Teams zu anderen therapeutisch mit dem Kind arbeitenden Personen und Organisationen wie z.B. Kindertagesstätten, Horte, Soziale Dienste, Sprach- und Ergotherapeuten, Krankengymnasten usw., aber auch direkt zu Ärzten, Psychologen oder diagnostischen Zentren wie z.B. das Werner-Otto-Institut oder das Institut für Kindesentwicklung

6.3  Evaluation der vereinbarten Maßnahmen
Um sicherzustellen, dass die erforderlichen Maßnahmen durchgeführt werden und um  überprüfen zu können, ob das erarbeitete Förderprogramm zum Ziel führt, es erreicht wurde oder verändert werden muss, müssen die Fördermaßnahmen dokumentiert und kontinuierlich bewertet werden:

·        Einschätzen und ggf. Dokumentation, in welchem Umfang die Förderziele erreicht wurden

·        Benennen der mutmaßlichen Bedingungen für Fördererfolge

·        Benennen der mutmaßlichen Bedingungen für ausbleibende Fördererfolge
weitere diagnostische Klärung

·        Anschlussangebote (auch unter Einbezug anderer Dienste und Institutionen)


 7. Abschließende Anmerkungen
Schon seit 1984 - mit Einführung der Integrationsklassen - beschäftigen wir uns an der Fridtjof-Nansen-Schule entsprechend unserem Leitziel mit integrativer Arbeit. An unserer Schule unterrichten wir jetzt bereits seit über einem Jahrzehnt auf der Grundlage dieses Schulprogramms. Es hat im Laufe der Zeit einige Modifizierungen erfahren, das Angebot der Schule wird ständig erweitert, aber die Kernaussagen haben nichts von ihrer Bedeutung eingebüßt. …..Alles>>könner…Derzeit sind die einzelnen Fachkonferenzen mit der Entwicklung von Kompetenzrastern für die verschiedenen Lernbereiche befass.  Dies wird durch das HmbSG (§12) gestützt:

Mit der Einrichtung von Integrationsklassen, Integrativen Regelklassen und individuellen Integrationsmaßnahmen wurden die organisatorischen und pädagogischen Rahmenbedingungen für eine integrative Förderung und Erziehung von SchülerInnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf geschaffen.

Wir halten die verbindliche Erstellung von Förderplänen für wichtig und notwendig. Dabei ist uns nach den vielen Jahren durchweg positiver Erfahrungen in unserer Arbeit ein Grundsatz besonders relevant: Präventive Arbeit in den IR-Klassen ohne Stigmatisierung der Schülerinnen und Schüler.

Hier befinden wir uns im Einklang mit dem §51 des HmbSG Absatz 1:

"Zu den Festlegungen des Schulprogramms können gehören besondere Maßnahmen zur Förderung spezifischer Schülergruppen, insbesondere von Schülerinnen und Schülern mit Lernschwierigkeiten, von Schülerinnen und Schülern mit besonderen Begabungen, von behinderten oder von Behinderung bedrohten Schülerinnen und Schülern und von zwei- oder mehrsprachig aufwachsenden Schülerinnen und Schülern."

Unser Programm soll Voraussetzung sein für die Verständigung im Team über konkrete Förderziele und Maßnahmen und soll Umsetzungsstrategien dokumentieren. So streben wir eine qualitative Verbesserung des Unterrichts und des Lernverhaltens unserer Schüler an.

Wir bereits in der Präambel beschrieben, sind wir auf dem Weg, die Beschlüsse der UN-Konvention bezüglich der Inklusion in unserer täglichen Schulpraxis umzusetzen.